Gelungener Formtest unter dem Stadiondach
Wenn draußen Eis und Matsch den Trainingsalltag bestimmen, sind kreative Lösungen gefragt. So machten sich am Sonnabend, 21. Februar 2026, drei Leichtathletinnen von Eintracht Munster 2020 e.V. auf den Weg nach Bremen. Beim Hallenwettkampf des Bremer Leichtathletik-Verband in den Katakomben des Weserstadion wollten sie testen, wo sie aktuell in Sprint und Sprung stehen – schließlich hatten Schnee und Kälte zuletzt kein vollständiges Techniktraining auf dem Sportplatz zugelassen.
Bei fast schon frühlingshaften Temperaturen reisten Jayda Eitz und Emilia Okowity (beide U14/W13) sowie Maja Jarzembinski (U18/W16) gemeinsam mit ihrem Trainer Björn Edelmann in die Hansestadt. Und der Ausflug sollte sich lohnen.
Emilia sammelt Silbermedaillen
Einen echten Sahnetag erwischte Emilia Okowity. Über 60 Meter Hürden lief sie starke 10,47 Sekunden und sicherte sich Platz zwei. Auch im 60-Meter-Sprint (8,72 Sekunden) war sie kaum zu schlagen und wurde erneut Zweite. Im Weitsprung flog sie auf 4,55 Meter, im Hochsprung meisterte sie 1,42 Meter – ebenfalls jeweils Rang zwei. Vier Starts, viermal Silber: eine beeindruckende Bilanz!
Jayda überzeugt mit Konstanz und starkem Debüt
Jayda Eitz zeigte über 60 Meter im Vorlauf mit 8,95 Sekunden eine starke Leistung und bestätigte diese Zeit im Finale. Im Weitsprung erreichte sie mit 4,19 Metern einen guten achten Platz. Besonders erfreulich: Bei ihrem allerersten Hochsprungwettkampf übersprang sie 1,30 Meter und wurde starke Vierte – ein Einstand, der Lust auf mehr macht.
Maja sammelt wichtige Erfahrungen in neuer Altersklasse
Für Maja Jarzembinski war es der erste Start in der U18 – und das direkt in einem großen Teilnehmerfeld. Mit 9,30 Sekunden im Sprint und 4,10 Metern im Weitsprung zeigte sie solide Leistungen. Im Hochsprung musste sie wegen einer leichten Rückenverletzung leider passen. Dennoch nahm sie viele wertvolle Eindrücke für die kommenden Wettkämpfe mit.
Trainer Björn Edelmann zog am Ende ein positives Fazit: Die Vorbereitung sei stimmig gewesen, auch wenn in den technischen Abläufen noch Feinschliff nötig sei. Besonders freute ihn die entspannte und zugleich fokussierte Herangehensweise seiner Athletinnen.
Mit diesem gelungenen Hallentest im Rücken kann die Freiluftsaison nun kommen – die Richtung stimmt auf jeden Fall.
Text: Olaf Handtrack
Foto: Olaf Handtrack