Mit einem beeindruckenden Auftritt haben die Nachwuchsleichtathletinnen der Eintracht Munster ihren ersten Mehrkampf der Freiluftsaison 2026 in Uchte (Landkreis Nienburg) gemeistert. Bei idealen Bedingungen zeigten die jungen Sportlerinnen am 25. April starke Leistungen, neue Bestmarken und viel Teamgeist – ein Auftakt, der Lust auf mehr macht.
In der Altersklasse W13 (U14) entwickelte sich ein spannendes Kopf‑an‑Kopf‑Rennen zwischen Emilia Okowity und Jayda Eitz. Beide präsentierten sich in Topform und lieferten sich ein vereinsinternes Duell, das erst in der letzten Disziplin entschieden wurde.
Mit einer herausragenden neuen Bestzeit von 10,30 Sekunden über 75 Meter sicherte sich Emilia schließlich den Gesamtsieg. Jayda konterte im Ballwurf und schleuderte den Ball auf 41,50 Meter – ebenfalls persönliche Bestleistung und zugleich der weiteste Wurf des Tages. Auch Pia Zimmermann (W14/U16) feierte einen erfolgreichen Mehrkampf-Einstand. Bei ihrem ersten Wettkampf dieser Art zeigte sie konstante Leistungen und belegte auf Anhieb den zweiten Platz. Ein Ergebnis, das sowohl Athletin als auch Trainerteam optimistisch in die kommenden Wochen blicken lässt. Heimtrainer Björn Edelmann zeigte sich hochzufrieden mit dem Saisonstart seiner Schützlinge. „Die Mädchen haben heute gezeigt, dass sie bereit sind für die Freiluftsaison. Im Weitsprung haben wir noch Luft nach oben – aber das ist ein gutes Zeichen“, so Edelmann.
Neben dem Mehrkampf nutzte die Startgemeinschaft Nienburg/Munster den Wettkampf, um erstmals die 4×75‑Meter‑Staffel unter Wettkampfbedingungen zu testen. Das Quartett Jayda Eitz, Emilia Okowity, Mila Gantenberg und Lea Bicknäse sprintete in 41,99 Sekunden eine starke Zeit und bestätigte die Fortschritte aus dem Training. Das Trainerteam Soltysiak, Gantenberg und Edelmann sah dennoch klare Ansatzpunkte: „Die Wechsel sind der Schlüssel. Da steckt noch viel Potenzial drin – und genau das macht uns für die Saison so zuversichtlich.“
Ob Athletinnen oder Trainer – alle kehrten mit einem guten Gefühl aus dem Nachbarlandkreis zurück. Neue Bestleistungen, starke Platzierungen und wertvolle Erkenntnisse: Der Wettkampf in Uchte war für die Eintracht Munster ein rundum gelungener Start in die Freiluftsaison 2026.
Text und Bild: Olaf Handtrack
Der 26. April 2026 wird als ein Tag der Rekorde in die Geschichte des Hamburg-Marathons eingehen. Doch während die Weltspitze um Sekunden kämpfte, feierte eine Läuferin aus der Lüneburger Heide einen Meilenstein, der von enormer Beständigkeit und mentaler Stärke zeugt: Für Sonja Christiani war der gestrige Lauf ihr insgesamt 9. Marathon.
Neunmal 42,195 Kilometer – das bedeutet fast 380 Kilometer Wettkampfstrecke auf höchstem Niveau, die Vorbereitungswochen nicht mitgezählt. Die Athletin der Eintracht Munster bewies in der Hansestadt einmal mehr, dass Erfahrung der beste Tempomacher ist. In der Altersklasse W50 startend, brachte sie die Routine aus acht vorangegangenen Läufen mit auf die Hamburger Strecke.
Bei nahezu idealen Bedingungen teilte sich Christiani das Rennen taktisch klug ein. Wer sich bereits achtmal der Herausforderung gestellt hat, lässt sich auch von der Hamburger Kulisse nicht aus der Ruhe bringen.
Obwohl sie in der Vergangenheit bereits starke Zeiten wie die 4:09:15 in Hannover verbuchen konnte, schaffte die Munsteranerin bei dem Lauf in Hamburg eine erneute Leistungssteigerung auf 4:03:16 und damit Platz 84 von 344 in ihrer Altersklasse. Die Routine half ihr besonders auf den windanfälligen Passagen an der Elbe und den fordernden letzten Kilometern durch Eppendorf.
Mit dem gestrigen Zieleinlauf rückt Sonja Christiani der zweistelligen Jubiläumsmarke immer näher. Sie ist damit nicht nur ein Aushängeschild für die Eintracht Munster, sondern ein Vorbild an Ausdauer für die gesamte regionale Laufszene.
Die 40. Jubiläumsausgabe des Haspa Marathons lockte eine Rekordzahl von insgesamt 46.000 Teilnehmenden in die Hansestadt. Bei strahlendem Frühlingswetter und einer elektrisierenden Atmosphäre entlang der „Blue Line“ verwandelten hunderttausende Zuschauer die Strecke zwischen Reeperbahn, Landungsbrücken und Außenalster in eine riesige Partymeile. Sportlich sorgte die Kenianerin Brillian Kipkoech für das absolute Highlight, indem sie mit einer Zeit von 2:17:05 Stunden einen neuen, fabelhaften Streckenrekord aufstellte. Auch aus deutscher Sicht war es ein Tag für die Geschichtsbücher: Samuel Fitwi stürmte in 2:04:45 Stunden sensationell auf den zweiten Platz und knackte damit den deutschen Rekord. Es war ein würdiges Jubiläumsfest, das Hamburg einmal mehr als eine der bedeutendsten Laufmetropolen der Welt bestätigte.
Hamburg hat gestern viele Helden gesehen, doch Sonja Christiani hat mit ihrem 9. Marathon gezeigt, dass Leidenschaft und Beständigkeit über Jahre hinweg zum Erfolg führen.
Text und Bild: Olaf Handtrack
GÖTTINGEN / MUNSTER. Am Samstag, den 18. April 2026, starteten die Orientierungsläufer der Eintracht Munster 2020 beim Göttinger Doppelsprint in die neue Saison. Die Athleten Olaf Handtrack, Laura Ulbricht und Andreas Katschanow sahen sich mit einem besonders kniffligen Format konfrontiert: Zwei extrem schnelle Sprints im Stadtgebiet, die völlig unterschiedliche Anforderungen an die Navigationsleistung stellten.
Zwei Läufe – Von „Freier Bahn“ zu „Sperrzone“
Der Wettbewerb fand primär in städtisch geprägtem Gelände statt, wobei die Schwierigkeit im Laufe des Tages massiv zunahm:
Der Vormittag stand im Zeichen der Geschwindigkeit. In einem komplexen Wohngebiet mussten die Läufer die schnellsten Verbindungen zwischen den Posten finden. Da es keine künstlichen Hindernisse gab, zählte hier vor allem die physische Schnelligkeit und ein scharfes Auge für die Durchläufe zwischen den Gebäuden.
Für den zweiten Lauf verschärften die Organisatoren die Bedingungen. Während der Start im Bereich des Stadtwaldes erfolgte, führte die Route erneut in bebautes Gebiet – diesmal jedoch mit künstlichen unpassierbaren Straßensperren. In Sekundenbruchteilen mussten die Munsteraner Läufer ihre Routenplanung komplett umstellen und weite Umwege in Kauf nehmen, um die Sperren regelkonform zu umlaufen.
Starke Bilanz in der Gesamtwertung
Die Addition beider Laufzeiten entschied über die Platzierung. Das Team aus Munster bewies dabei eine enorme mentale Stärke bei sehr hohem Tempo:
Olaf Handtrack (H45): In der Kategorie H45 ging Olaf Handtrack an den Start. Er trotzte den zusätzlichen Höhenmetern im Stadtwald-Abschnitt des zweiten Laufs und behielt im hohen Tempo des Stadtgebiets stets die Übersicht. In der Gesamtwertung beider Sprints erkämpfte er sich nach zwei konzentrierten Läufen den beachtlichen 8. Platz.
Laura Ulbricht (D19K): In der Kategorie Damen 19 Kurz behielt Laura Ulbricht über den gesamten Tag den Fokus. Sie meisterte den Übergang vom freien Stadtlauf am Vormittag zum taktischen Kurs mit Straßensperren am Nachmittag souverän und sicherte sich in der Endabrechnung einen hervorragenden 4. Platz.
Andreas Katschanow (H35): Andreas Katschanow bewies in der Altersklasse H35 sein taktisches Geschick. Er fand auch unter dem extremen Zeitdruck des Sprints die effizientesten Umgehungen im urbanen Raum und belegte nach einer starken läuferischen Leistung den hervorragenden 5. Platz.
„Die künstlichen Sperren im zweiten Lauf haben das Ganze zu einem echten Taktikspiel gemacht“, resümierte das Team. Es waren zwei sehr schnelle Läufe, die den Athleten physisch alles abverlangten und keinen Spielraum für Fehler ließen. Mit drei Top-10-Platzierungen im Gepäck ist der Saisonauftakt 2026 für Eintracht Munster mehr als gelungen, zumal wichtige Punkte für die nationale Parktour und die Landesrangliste gesammelt werden konnten.
Text und Bild: Olaf Handtrack
Stellen Sie sich vor, Sie stehen mitten im Wald. Ihr Puls rast, die Lungen brennen, und vor Ihnen gabelt sich der Pfad in drei Richtungen. Sie haben keine Wegweiser, keine Bodenmarkierungen und kein GPS. In Ihrer Hand halten Sie nur eine bunte Karte und einen Kompass. Willkommen in der Welt des Orientierungssports – einer Disziplin, die weit mehr ist als nur ein gewöhnlicher Waldlauf.
Das Prinzip: Die Schatzsuche im Renntempo
Orientierungslauf (OL) ist im Grunde die sportlichste Form einer Schatzsuche. Das Ziel ist simpel, aber fordernd: Eine Reihe von Kontrollpunkten, die sogenannten Posten, müssen im Gelände in einer fest vorgegebenen Reihenfolge angelaufen werden. Die Standorte sind auf einer speziellen Orientierungslaufkarte eingezeichnet. Wer die gesamte Bahn am schnellsten absolviert, gewinnt.
Dabei nützen die schnellsten Beine wenig, wenn der Kopf den Weg nicht findet. Deshalb wird OL oft als „Schach im Laufen“ bezeichnet. Während die Athleten mit Höchstgeschwindigkeit durch Unterholz oder über Gräben sprinten, müssen sie in Sekundenbruchteilen komplexe Entscheidungen treffen.
Vielfalt ohne Grenzen: Von Ski bis Mountainbike
Der klassische OL zu Fuß im Wald ist nur eine Facette. Der Orientierungssport bietet spezialisierte Disziplinen für jede Vorliebe:
MTBO (Mountainbike-Orienteering): Hier wird die Route auf dem Rad in rasantem Tempo durch das Wegenetz geplant.
Ski-Orientierungslauf: Die winterliche Variante, bei der Loipennetze zur navigations-technischen Herausforderung werden.
Trail-O: Eine Variante, bei der es nicht auf die Laufgeschwindigkeit, sondern ausschließlich auf die präzise Kartenlesekunst ankommt – ideal auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.
Die Ausrüstung: Hightech trifft Tradition
An jedem Posten im Gelände befindet sich ein orange-weißer Postenschirm. Dort quittiert der Läufer seine Anwesenheit kontaktlos mit einem elektronischen Chip. Zur Unterstützung hilft die Postenbeschreibung, die den Standort (z. B. „Felsfuß, Ostseite“) exakt erläutert. Als wichtigstes Werkzeug dient dabei ein spezieller OL-Kompass.
Das Faszinierende am OL ist seine Inklusivität. Da die geistige Leistung (das Navigieren) genauso schwer wiegt wie die körperliche, haben oft auch langsamere Läufer gute Siegchancen, wenn sie die Route geschickt wählen.
Für alle, die diese Sportart selbst einmal ausprobieren möchten, gibt es eine lokale Anlaufstelle: Die Eintracht Munster 2020 e.V. bietet O-Sport aktiv an. Hier können Interessierte unter fachkundiger Anleitung lernen, wie man Karte und Kompass im Gelände meistert und die Natur aus einer völlig neuen Perspektive erlebt.
Was lokal in Vereinen wie der Eintracht Munster beginnt, reicht bis in den Profisport. Bundesweit wird in allen Altersklassen um Bundesranglistenpunkte und Deutsche Meisterschaftstitel gekämpft. International messen sich Vollprofis bei Welt- und Europameisterschaften oder bei riesigen Mehrtagesläufen, die tausende Teilnehmer aus der ganzen Welt anlocken.
Wer einmal das befriedigende Gefühl erlebt hat, nach Kilometern durch dichtes Grün punktgenau auf einen versteckten Posten zu treffen, weiß: Orientierungslauf ist nicht nur Sport – es ist die Freiheit, seinen eigenen Weg zu finden.
Text und Bilder: Olaf Handtrack



Im Rahmen der NDR-Sendung „Und: Action!“ war Jan Bockemüller bei den „The Line Walkern“ der Eintracht Munster 2020 e.V. zu Gast. Dabei stellte er sich einer besonderen Herausforderung: dem Line Dance. Unter Anleitung der Übungsleiterinnen erlernte er zunächst die Grundschritte und erarbeitete sich mit der Gruppe anschließend Schritt für Schritt eine komplette Choreografie. Für den Moderator bedeutete dies einen Einblick in eine Tanzform, die Konzentration, Rhythmusgefühl und Koordination gleichermaßen verlangt. Der eigens einstudierte Tanz blieb jedoch nicht nur Teil der Dreharbeiten. Im Anschluss wurde die Choreografie bei der Party der „The Line Walker“ mit allen Anwesenden getanzt und bildete so zugleich die offizielle Eröffnung des Abends. Für die Besucherinnen und Besucher war dies ein gelungener Auftakt, der Fernsehproduktion und Vereinsleben auf besondere Weise miteinander verband. An der nach dem Dreh veranstalteten Party nahmen insgesamt 135 Tänzerinnen und Tänzer aus 15 verschiedenen Line-Dance-Gruppen teil. Damit wurde deutlich, welchen Stellenwert die Veranstaltung innerhalb der regionalen Tanzszene einnimmt. Auf dem Programm standen zahlreiche Tänze, sodass erfahrene Tänzerinnen und Tänzer im Laufe des Abends auf bis zu 90 Tänze kommen konnten. Entsprechend groß war die Begeisterung auf der Tanzfläche, auf der sich vom ersten bis zum letzten Tanz ein lebendiges Bild bot. Doch nicht nur routinierte Tänzerinnen und Tänzer kamen auf ihre Kosten. Auch für Überraschungen war gesorgt: Mit einem zusätzlichen Workshoptanz wurde den Partygästen die Möglichkeit geboten, eine neue Choreografie zu erlernen und direkt auszuprobieren. Dieses sorgte für Abwechslung und wurde von vielen Gästen gerne angenommen. Für die „The Line Walker“ war es ein ereignisreicher und zugleich intensiver Tag, der gegen Mitternacht sein Ende fand. Die Kombination aus Fernsehaufzeichnung, gemeinsamem „Auftritt“ und anschließender Party machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten. Neben der Freude am Tanzen stand vor allem das Gemeinschaftsgefühl im Mittelpunkt, das den Line Dance seit jeher prägt und auch an diesem Abend deutlich spürbar war. Für Interessierte ist der Bericht in der ARD-Mediathek unter dem Suchbegriff „Und: Action!“ Line Dance abrufbar.
Text und Bildrechte: Andreas Handtke
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